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Malte Prien

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FAQs Einreihung in den Zolltarif

Die häufigsten Fragen unserer Kunden

Die Einreihung in den Zolltarif hat viele Facetten, was daran liegt, dass viele unterschiedliche Professionen damit betraut sind. Auch differiert die organisatorische Verantwortung im Unternehmen: Der vollamtliche Zollbeauftragte hat eine ganz andere Perspektive als der Logistiker oder Techniker, der die Zoll-Tarifierung nebenbei mitmachen muss.

Trotz der Vielfalt stellen wir fest, dass uns Kunden ähnliche Fragen stellen. Die wichtigsten stellen wir Ihnen hier zusammen. Sie basieren auf vielen Projekten, die wir für namhafte Firmen und Konzerne in Deutschland umgesetzt haben:

Wir verwenden die ZTNs der Lieferanten. Was ist daran falsch?

Wenn ein Importeur georderte Waren unverändert weiterverkauft, kann er die ZTNs der Lieferanten unter Umständen verwenden. Er sollte sie aber zumindest überprüfen und bei abweichender Tarifierungs-Auffassung eine Klärung veranlassen.
Anders verhält es sich bei Vorprodukten, die in komplexere Baugruppen einfließen. Dort entstehen Kombinationen aus verschiedensten Materialen, die andere Funktionen erfüllen als einzelne Lieferteile. Dem entsprechend muss auch die Einreihung in den Zolltarif unterschiedlich ausfallen.

Weitere Infos finden Sie anhand eines konkreten Problemfalls.

Die Zollverwaltung meint, dass viele unserer Waren zu unspezifisch tarifiert sind. Was bedeutet das konkret?

Bei der Wareneinreihung für ein Material nach der Kombinierte Nomenklatur kommt es auf verschiedene Kriterien an:

  • aus welchem Material es besteht
  • wofür es verwendet wird
  • welche Funktion es erfüllt
  • welches Wirkungsprinzip es nutzt

Nur die Kombination dieser Merkmale führt zur spezifischen Warentarifnummer, wie sie der Zoll fordert. Viele Unternehmen vereinfachen sich die Einreihung in den Zolltarif – oder wissen es nicht besser –, in dem sie nur ein Kriterium berücksichtigen.

Hier finden Sie die komplette Liste an Kriterien für die Zoll-Tarifierung: 6 Stufen Methode

Unsere Kunden fordern von uns, für gelieferte Produkte auch Zolltarifnummern zu übermitteln. Müssen wir das tun?

Grundsätzlich zählt das Motto: Wer zahlt, bestimmt! Sie sollten die Forderungen von Kunden also nicht ignorieren. Und Sie sind unter Umständen sogar dazu verpflichtet, ZTNs in Ihren Lieferantenerklärungen und Rechnungen auszuweisen. Dies ist z.B. der Fall, wenn Sie Waren außerhalb der EU exportieren, weil der Kunde z.B. in Asien sitzt. Dessen Ziel ist es vornehmlich, Zollvergünstigungen in Anspruch zu nehmen. Mit passenden ZTNs entfallen z.B. Ausfuhrabgaben für EU-Exporte nach Südkorea, die immerhin 19 % betragen.
Von dieser Einsparung würde der Kunde profitieren – und Sie vielleicht auch: Fragen Sie doch an, ob Sie für den zusätzlichen Aufwand nicht einen Teil der Kostenreduktion erhalten.

Ergo: Nutzen Sie die Kundenforderung als Chance, das Pricing zu verbessern!
Einige Ausnahmen gibt es dennoch z.B. beim Warenverkehr ausschließlich in Deutschland. Alle Fälle kompakt: Wer die Warennummer nicht braucht.

Wie unterscheidet sich der Zolltarif 2017 vom Zolltarif 2016? Müssen wir unseren Materialstamm jährlich untersuchen?

Das Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik (WA) ändert sich kontinuierlich! Viele Unternehmen beachten jedoch nur die Änderungen zum Jahreswechsel, zu dem das Statistische Bundesamt einen neuen Zolltarif herausgibt. Aktuell gilt WA 2017 – also der Zolltarif 2017: Darin haben sich 1.260 Warennummern gegenüber 2016 geändert. Das mag nicht viel sein… Aber wissen Sie, ob Ihre Materialen davon betroffen sind?

Wir raten dazu, die Auswirkungen neuer WA-Versionen systematisch zu überprüfen und zumindest die wichtigsten Waren neu einzureihen. Denn selbst so einfache Produkte wie C-Teile können sich ändern, wie das Beispiel “C-Teile wie Schrauben” zeigt.

Sollen wir jetzt etwas tun oder abwarten, bis uns die Zollverwaltung auffordert?

Wenn das Zollaudit nicht gut läuft, sprich der Zoll die außenwirtschaftlichen Stammdaten offiziell beanstandet, gelten enge Fristen. Dann müssen Sie z.B. innerhalb von 3 bis 6 Monaten belastbare Verbesserungen umsetzen. Ansonsten drohen Bußgelder und im schlimmsten Fall sogar strafrechtliche Konsequenzen für den Verantwortlichen (z.B. der Zoll-Beauftragte, der Export-Kontroll-Beauftragte oder dem Geschäftsführer).

Die Analyse und Neueinreihung bedeuten einen Kraftakt gerade bei größeren Materialstämmen, der ungeplante Kapazitäten und Kapital bindet. Daher raten wir zur proaktiven Strategie und empfehlen, zumindest eine Stichproben-Datenanalyse zu machen. Das bringt Klarheit über das Qualitäts-Niveau Ihrer Stammdaten und zeigt, welche Maßnahmen nötig wären.

Wir haben einen großen Materialstamm. Die Neu-Einreihung schaffen wir nie bzw. ist unbezahlbar!

Diese Aussage hören wir häufig von Kunden, die mit der Einreihung in den Zolltarif nicht intensiv vertraut sind. Wir können Sie beruhigen: Zu schaffen ist es!

Ein Ansatz ist, den gesamten Warenumfang in verschiedene Gruppen einzuteilen und nach Priorität abzuarbeiten. So werden zuerst die wichtigsten Materialen bearbeitet. Das können jene sein, die der Zoll beanstandet hat oder auch die Schnelldreher, also jene Produkte, die im Lager am häufigsten umgeschlagen werden. Inaktive Materialien werden gar nicht oder erst zuletzt behandelt.

Durch das Gruppen-Konzept verläuft die Realisierung für alle Beteiligten transparenter und praktikabler. Leugnen lässt sich aber nicht, dass so ein ZTN-Projekt Geld kostet, das nicht eingeplant ist. Auch hier hilft die schrittweise Umsetzung, den monetären Aufwand „verträglicher“ zu gestalten.

Sind unsere Waren vom Russland-Embargo betroffen?

Wer Kugelschreiber exportiert, wird vermutlich nie Probleme mit den Zollbehörden bekommen. Andere Waren jedoch, wie bestimmte Pumpen, fallen unter die Beschränkungen der Export-Kontrolle. Das erlebte z.B. ein marktführender Anlagenbauer, dass er einzelne Hydraulik-Pumpen als Ersatzteile nicht mehr nach Russland exportieren durfte.

Ob Ihre Materialien unter die Verbote und Beschränkungen (VuB) fallen, muss im Einzelfall geprüft werden. Auch für Dual-use Waren, also Geräte mit einer zivilen aber auch einer möglichen militärischen Verwendung, existieren strenge Ausfuhrbeschränkungen. Genehmigungspflichtige Waren lassen sich über die Ausfuhrlisten identifizieren & klassifizieren und müssen regelmäßig aktualisiert werden.

Wir haben kein eigenes Know-how. Wer hilft uns?

Damit sind Sie nicht allein. Die Zolltarifierung ist eine komplexe Aufgabe, die permanente Übung und Fortbildung erfordert. Eigene Fachleute zu beschäftigen, lässt sich selten wirtschaftlich darstellen. Stattdessen kommen externe Spezialisten zum Einsatz, die individuell und nach Bedarf unterstützen.

Das Angebot an Dienstleistern in Deutschland ist übersichtlich. Zum einen bieten global agierende Unternehmensberatungen die Einreihung an – zu horrenden Preisen, dafür aber mit Haftungsübernahme. Einige klassische Zollagenturen tarifieren Waren ebenfalls als Nebenleistungen zum Kerngeschäft der Zollabfertigung. Sie bewältigen allerdings nur geringe Umfänge.

Die massenhafte Einreihung in den Zolltarif bietet nur ein Dienstleister in Deutschland an: eDOC AS. Wir haben bereits über 750.000 Warentarifnummern recherchiert und agieren als Shared Service Center Organisation extrem flexibel. Zu unserem Kundenstamm gehören Mittelständler und Konzerne mit technisch anspruchsvollen Produkten. Hier finden Sie eine Auswahl an Referenzen.

Was kostet die Warentarifierung durch einen externen Spezialisten?

Pauschal lässt sich das nicht sagen, weil der Stückpreis von der Gesamtmenge und der Aufgabenstellung abhängt. Zudem variieren die Preise extrem: Eine uns bekannte Unternehmensberatung fordert z.B. eine dreistellige Euro-Summe pro Partnumber (PN) und übernimmt auch die Haftung. Wie kulant die Abwicklung im Schadensfall verläuft, bleibt abzuwarten.

Bei uns bewegen sich die Stückpreise im ein- bis zweistelligen Euro-Bereich.
Insgesamt fällt die Einreihung durch den Spezialisten günstiger aus, weil es sein Kerngeschäft ist. Neben der fachlichen Expertise profitieren die Kunden auch vom professionellen Vorgehen, das ein wirtschaftliches Preis-Leistungs-Verhältnis ermöglicht. Unser Motto ist daher: Gewissenhaft recherchieren, aber sich nicht verlieren!

Die Import-Waren sind schon unterwegs. Wie schnell geht die Zolltarifierung?

Wir erleben es nicht oft, aber es kommt vor: Importwaren sind per Schiff unterwegs nach Europa und es fehlen die nötigen Zolltarifnummern. Die müssen nach der Kombinierten Nomenklatur 11-stellig sein. Unser Ad-hoc ZTN-Service erlaubt die Einreihung in den Zolltarif innerhalb weniger Stunden, soweit es sich um überschaubare Mengen handelt.

Kann auch ein externer Dienstleister unsere Waren tarifieren?

Ja, wenn er die nötige Expertise hat – und Sie ihm vertrauen. Denn nach dem aktuellen gesetzlichen Rahmen stehen Sie – als Ausführer bzw. Einführer – in der Verantwortung. Somit müssen Sie die notwendigen Strukturen schaffen, um richtige Zolltarifnummern zu gewährleisten. Wir können Ihnen aber dabei helfen.

Unsere ZTN-Spezialisten arbeiten i.d.R. im Shared Service Center und greifen remote auf Ihre IT-Systemen zu. Aber sie agieren auch vor Ort, wenn z.B. besondere Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz gestellt werden.